Die jüngsten Sturmereignisse haben unter anderem im Ziegeleiwäldchen erhebliche Schäden verursacht.
In der kommenden Woche führt Hessen Forst im Ziegeleiwäldchen notwendige Aufräumarbeiten durch. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Herstellung der Verkehrssicherheit. Nicht mehr standsichere Bäume mit starken Ast- und Kronenbrüchen werden gefällt. Gleichzeitig soll das anfallende, wertvolle Eichenholz wirtschaftlich genutzt werden.
Bei den durch die Sommertrockenheit geschwächten Alteichen ist es wichtig, geschädigtes und bruttaugliches Kronenmaterial der Eichen konsequent aus dem Bestand zu entfernen. Dadurch sollen günstige Bedingungen für eine starke Vermehrung des Eichenprachtkäfers vermieden werden. Eine konsequente Aufarbeitung kann dazu beitragen, den Befallsdruck auf die gesunden Eichen zu reduzieren und die Vitalität des verbleibenden Waldbestandes zu erhalten.
Die Eiche ist ein hochwertiger und langlebiger Rohstoff. Die Bäume im Ziegeleiwäldchen sind durch ihre Dimension sehr wertvoll. Soweit es die Holzqualität zulässt, wird das Holz daher aufgearbeitet und einer stofflichen Verwendung zugeführt. Die Nutzung des Holzes hat dabei auch einen wirtschaftlichen Vorteil für die Stadt.
Gleichzeitig bleibt die naturnahe Waldbewirtschaftung im Bereich des Ziegeleiwäldchens eine zentrale Aufgabe. Stehendes und liegendes Totholz bleibt als wichtiger Lebensraum auf der Fläche erhalten. Aufgrund des Risikos einer Massenvermehrung des Eichenprachtkäfers wird Totholz im Bestand vorrangig von Baumarten wie Esche, Ahorn und Hainbuche belassen. Die ausgewählten und markierten Habitatbäume verbleiben auf der Fläche.
Während der Arbeiten bleibt das Ziegeleiwäldchen gesperrt. Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden gebeten, die Absperrungen und Hinweise vor Ort zu beachten.



