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Herrlicher Herbsttag im Odenwald


Um den bevorstehenden Ausflugstag bestmöglich zu nutzen, ging es bereits früh am Morgen los. Es war noch dunkel, als die ersten Mit­fahrenden in Pfordt in den Bus stiegen. Doch bereits beim letzten Halt in Ützhausen versprach der Blick in den Himmel schönstes Ausflugswetter.

So war es dann auch. Nachdem die Anfahrt reibungslos verlaufen war, traf der Bus bei herrlichem Sonnenschein rechtzeitig am ersten Fahrtziel, Michelstadt, ein. Dort wurden die Schlitzerländer von den Gästeführern freundlich empfangen. In zwei Gruppen begab man sich dann gemütlich auf einen Rundgang durch die historische, von Fachwerkhäusern geprägte Altstadt. Ähnlichkeiten zum Schlitzer Stadtbild sind in Michelstadt deutlich erkennbar; in Michelstadt ziert ebenfalls eine Brunnenfigur den Marktbrunnen, nämlich die des Heiligen Michael, dem Schutzpatron der Stadt. Und die Geschichte zum Diebsturm erinnert an den Schlitzer Hinterturm; beide Türme dienten früher als Verlies.

Im bekannten historischen Rathaus, in dem das ehrbare Gericht einst seinen Sitz hatte und welches heute für Trauungen und Veranstaltungen genutzt wird, durften die Schlitzer während ihrer Führung eine Weile Platz nehmen.

Neben dem Rathaus befindet sich auf dem Michelstädter Marktplatz ein weiteres schmuckes Gebäude, der Löwenhof. Das mit einem goldenen Balkongeländer verzierte Haus wurde zunächst als „Gasthof zum Goldenen Löwen“ genutzt und später zur Thurn-und-Taxis'schen Posthalterei umgewandelt. Heute befindet sich dort unter anderem die Gästeinformation und ein Café, welches einige Schlitzer am Ende des Stadtrundgangs für eine kurze Pause nutzten. 


Nach einem kurzen Fußweg zurück zum Bus ging es weiter zum zweiten Fahrtziel, Erbach. In Erbach kehrten die Ausflügler zunächst im Erbacher Brauhaus ein. In gemütlicher, uriger Atmosphäre wurden zügig das Mittagessen serviert; und mit einem frisch gezapften Bier schmeckte die Mahlzeit doppelt gut. Anschließend blieb noch ausreichend Zeit, um die Altstadt zu erkunden - ein Spaziergang über den Schlossplatz, ein Blick in den Schlosshof, im Lustgarten auf einer Bank verweilen, die Blütenpracht im Lustgarten genießen oder zum Dessert ein Eis vom Italiener an der Ecke.

Nachdem alle wieder zur verabredeten Zeit zurück am Bus waren, wurde die letzte Station des Ausfluges angesteuert, die KOZIOL Glücksfabrik. Im KOZIOL Erlebnismuseum erfuhren die Senioren viel Interessantes zur über 100-jährigen Firmengeschichte: Unternehmensgründer Bernhard Koziol startete sein Gewerbe zunächst mit der Herstellung von Schmuck und Bijouteriewaren aus Elfenbein, Perlmutt und Bernstein. 1935 ging mit dem Erwerb einer Kunststoffspritzgussmaschine die Handarbeit in die industrielle Fertigung über und die bisherigen Broschenmotive wurden von da an aus thermoplastischem Kunststoff hergestellt. Von 1945 bis heute entwickelte sich das Unternehmen allmählich vom Schmuckhersteller zum Produzenten dekorativer Geschenk- und Designartikel. Am Ende der Erlebnisführung gab es für die Schlitzer  Besucher Kaffee und Blechkuchen und ein kleines Präsent; jeder durfte ein Koziol Trinkglas mit nach Hause nehmen. Auch wurde zum Abschluss noch das ein oder andere Mitbringsel im GlücksShop erstanden.

Nach einer ebenfalls gut verlaufenen Heimfahrt ging ein erlebnisreicher Herbstausflug zu Ende.