24. JUdenfriedhof

Der  Judenfriedhof  ist  die  Begräbnisstätte der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Schlitz  „Auf  der  Quecker  Liete“.  Er  wurde  im  Jahre  1899  angelegt,  die  erste Bestattung  fand  1901  statt.  Als  letzter  fand  Aron  Stern,  der  im  KZ  Buchenwald umgebracht worden war, 1938 hier seine letzte Ruhestätte. 

Der  Schlitzer  jüdische  Friedhof  fällt  etwas  aus  dem  Rahmen  des  hessischen Umlands,  das  zahlreiche  historische  jüdische  Friedhöfe  aufzuweisen  hat.  Die Schlitzer  jüdische  Gemeinde  ist  nämlich  erst  gegen  Ende  des  19.  Jahrhunderts entstanden. Dem Friedhof wird auch eine gewisse Pflege zuteil, was nicht ganz der jüdischen Tradition entspricht. Jüdische Friedhöfe sind Sinnbild der Vergänglichkeit alles Lebenden. Deswegen werden auch die meist schmucklosen Einzelgräber nicht gepflegt  und  eingesunkene  Grabhügel  nicht  neu  hergerichtet.  Nach  jüdischer Religion gibt es keine Begrenzung des Ruherechts der Toten, das unaufhörlich und für   alle   Zeiten   besteht.   Die   Gesamtschule   Schlitz,   in   der   alle   Kinder   der Großgemeinde  unterrichtet  werden,  hat  sich  verpflichtet,  den  jüdischen  Friedhof  in ihre  Obhut  zu  nehmen.  Dieser  Auftrag  soll  Schüler  und  Lehrer  stets  an  inen Zeitabschnitt der deutschen Geschichte erinnern, in dem Verblendung und rassische Überheblichkeit  auch  die  jüdische  Gemeinde  in  Schlitz  in  Mitleidenschaft  gezogen hat, woran auch eine Gedenktafel am Rathaus erinnert. 



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