12. Benderhaus

Das   Benderhaus,   erbaut   um   1600,   war   ursprünglich   als   Fruchtboden   und Speicherraum der Schlitzer Herrschaft eingerichtet. Wahrscheinlich wurde auch hier ein  Teil  der  Früchte  und  Abgaben  gelagert,  die  den  Herren  von  Schlitz  als Grundherren  ihrer  16  Dörfer  zustanden.  Der  Zehnte,  der  im  Schlitzerland  bis  zum Jahre  1820  erhoben  wurde,  stand,  aufgrund  eines  vom  Frankenkönig  Karl  dem Großen  erlassenen  Gesetzes,  ursprünglich  nur  den  Klöstern  zu.  Im  Laufe  der jahrhundertelangen   Bestrebungen   nach   mehr  Selbstständigkeit   erlangten   die fuldischen  Lehnsleute  immer  mehr  landesherrschaftliche  Rechte  ihrer  Lehnsherren und nahmen den Zehnten für sich in Anspruch. Auch hier führte die Reformation zu einer rechtlichen Zäsur, die allerdings erst im Westfälischen Frieden, 1648, bestätigt wurde.   Im   Keller   des   Benderhauses,   das   nach   dem   2.   Weltkrieg   in   ein Wohngebäude   umgewandelt   wurde,   hat   sich   in   früheren   Jahrhunderten   eine Fassbinderei befunden, die dem Bau seinen Namen gab. 



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