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Schlitzer Senioren eine Woche im Eurostand


Obwohl der Schlitzer Seniorenbeirat die Reise in der Vergangenheit schon mehrfach angeboten und durchgeführt hatte, haben sich 54 Personen dieses Mal angemeldet. Die Reise­gruppe wurde von Bürgermeister a.D. Hans-Jürgen Schäfer begleitet.

Bei herrlichem Sonnenschein und mit bester Laune startete die Reisegruppe am Sonntag­vormittag Richtung Norden. Zum Mittagessen erreichte man rechtzeitig Dorfmark, wo in einem typischen niedersächsischen Dorfgasthof das Essen bestens mundete. Als sei es für die Schlitzer Reisegruppe bestellt gewesen, marschierte der dörfliche Musikzug mit Dsching­derasabum vorbei. Er war allerdings auf dem Weg zum örtlichen Schützenfest. Schützen­feste spielen in Niedersachsen eine große Rolle und sind richtig große Ereignisse.

In Fintel im Eurostrand wartete dann bereits eine leckere Tasse Kaffee auf die neu Ange­reisten. Danach wurden die Zimmer, beziehungsweise die Häuser, bezogen. Viele kannten sich bereits bestens aus, weil sie schon bei früheren Reisen dabei waren. Das sich anschlie­ßende Abendbuffet übertraf wieder alle Erwartungen. Es fehlte an nichts; von Fischvariatio­nen, verschiedenen Vorspeisen, Braten, vegetarischen Gerichten, leckerem Schinken und Wurst - es war einfach alles da. Dazu gab es Bier, Sekt, roten oder weißen Wein von der Mosel – und das alles inkludiert bis kurz vor Mitternacht. Der Abend klang auf der noch sonnendurchfluteten Terrasse bei Wodka-Lemon und anderen begehrten Mixgetränken aus.

Am Montagmorgen startete die Schlitzer Reisegruppe nach Eggestorf in den Barfußpark. Das war etwas ganz Besonderes. Der Barfußpark liegt im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und bietet auf drei verschiedenen Wegen ein wahres Naturerlebnis. Fast alle begaben sich dann auch barfuß auf den Weg, um Wasser zutreten, durch das Kneippbecken zu laufen, über Rasengittersteine und Rindenmulch zu gehen. Vor dem Glasscherbenbeet blieben dann einige doch stehen, um schließlich mutig darüber zu schreiten. Dabei konnte man riechen und fühlen, besondere Klänge hören oder über Balken balancieren. Es gab ein Salzineum und einen wundervollen, reichlich bewachsenen Kräutergarten. Beim Durch­schreiten des Lehmbeckens wurden die Füße rötlich, was sich im Moor schnell änderte in tief schwarz. Schließlich konnte man nach dem Kneippbecken sich die Füße gründlich mit frischem Wasser waschen. „Das war schon ein besonderes Erlebnis“, meinten sogar die­jenigen, die nicht barfuß mitliefen.

Nach dem üppigen Mittagsbuffet wurde der Nachmittag eingeläutet, der bei einem Sparzier­gang in der Anlage oder auf der Terrasse verbracht wurde. Abends war in der Tropical-Halle, der Veranstaltungshalle, Modenschau angesagt. Die Schlitzer Reisegruppe stellte alleine drei Models von sechs Damen, die über den Laufsteg liefen. Und das machten die Schlitzer Damen richtig gut - ob mit Hut, blau gepunkteten Sommerkleid oder in luftigem Retrolook. Sie bekamen auch reichlich Applaus für ihre jeweiligen Auftritte.

Nach dem Frühstück, Sektumtrunk inkludiert, und dem Mittagsbuffet fuhren die Schlitzer Senioren am Dienstagnachmittag nach Bispingen in das Heidekastell Iserhatsche. Iserhatsche ist ein Jagdschloss, welches 1913 und 1914 in Holzbauweise errichtet wurde und über äußerst prunkvolle Räume verfügt. Die Räume konnten alle besichtigt werden und wurden vom heutigen Hausherrn, einem Berliner Malermeister, erklärt. In der ganzen Anlage gibt es viele Sehenswürdigkeiten, wie einen philosophischen barocken Eisenpark, einen Ebereschen-Eisen-Glockenturm und die Arche Noah. Die Arche Noah ist ein beeindrucken­der Holzbau von 30 Metern Länge und 15 Metern Breite. Er beherbergt acht verschiedene Gesellschaftsräume, in denen gefeiert werden oder in denen man auch heiraten kann. Das Größte sind allerdings die vielen verschiedenen Sammlungen, die dort zusammengetragen wurden. Es gibt die größte Bierflaschensammlung der Welt mit über 24.000 gefüllten Bier­flaschen. Den Schlitzern gelang es tatsächlich in der riesigen Sammlung eine Flasche Urhahn Alt zu entdecken. Es gibt über 500.000 Streichholzschachteln, 100.000 Miniatur­flaschen, 4.000 Bieröffner, 500 Puppen und 300 Buddelschiffe. Dieses Sammelsurium war beeindruckend und erschlagend zugleich. Am Abend konnte man in der Tropical-Halle einem unterhaltsamen Programm beiwohnen. Ein Stimmenimitator unterhielt das Publikum. Von Frank Sinatra, Peter Alexander, Udo Jürgens bis hin zu verschiedenen Rock-Größen hatte er alles drauf. Selbst Schunkel- und Mitsinglieder waren dabei.

Am Mittwoch stand der Ganztagesausflug nach Hamburg auf dem Programm. Das war ein absoluter Höhepunkt. Nach einer Fahrt über die Köhlbrandbrücke und durch den Hafen er­reichte man die neue Hafencity mit der Elbphilharmonie. War die neue Hafencity mit ihren interessanten Gebäudekomplexen schon beeindruckend, so war es die Elbphilharmonie alle­mal. Die Auffahrt zur Plaza über die gigantische Rolltreppe war schon ein Erlebnis. Und die Aussicht beim Rundgang war einfach überwältigend. Die Stadtrundfahrt führte weiter über die Landungsbrücken, den Fischmarkt, über die Reeperbahn zum Hamburger Michel. Ein Besuch dieser wunderschönen Kirche mit der riesigen Orgel musste einfach sein. An der Binnenalster hatten dann alle genügend Zeit, auf eigene Faust Rathaus und Einkaufs­passagen zu erkunden. Bei anregenden Getränken abends auf der Terrasse des Euro­strands war man sich einig, einen tollen Tag erlebt zu haben. Einige tanzten auch noch bei schwungvollen Rhythmen bis Mitternacht.

Am Donnerstag stand die Heide auf dem Programm. Mit der Pferdekutsche von Schnever­dingen aus erlebte man die Heidelandschaft, die auch bei nicht blühender Heide ihren Reiz hat. Fünf Kilometer lang kämpften sich die Pferde durch den lockeren Heidesand bis zum Heidegarten. Dort konnte man dann doch noch blühende Heide erleben. Denn es gibt über 100 Heidesorten und einige davon blühen immer. Der Abend klang dann im Eurostrand aus und es wurde so mancher Abschiedsbecher getrunken.

Freitagmorgen hieß es packen und um 10 Uhr rollte der Bus vom Parkplatz Richtung Celle. Denn dort stand noch eine einstündige Stadtführung auf dem Programm. Celle hat eine ganz tolle Fachwerkinnenstadt mit vielen interessanten Häusern. Zum Mittagessen fand man sich im Ratskeller ein, wo es typische Gerichte wie Heidschnuckengulasch gab. Die Heimfahrt nach Schlitz verlief problemlos und ohne Staus. Wohlbehalten im Schlitzerland angekommen waren sich alle einig, wieder tolle Tage im Eurostrand verbracht zu haben, und schnell kam die Frage auf „Wann fahren wir im nächsten Jahr in den Eurostrand nach Leiwen an der Mosel?“

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