Jüdischer Friedhof
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Jüdischer Friedhof



Jüdischer Friedhof



Allgemeine Informationen


Jüdische Friedhöfe werden im Hebräischen als Bet Ha’Olam (Haus der Ewigkeit) und als Bet Ha Chajim (Haus des Lebens bezeichnet – im Jiddischen als „Guter Ort“.

Gräber dürfen nie neu belegt werden. Dem Verstorbenen gehört die Erde, in welche er gebettet wurde, für immer. Daher besteht das ewige Ruherecht und die Unauflösbarkeit der Jüdischen Friedhöfe.

Es gilt als gebührlich sich auf dem Friedhof respektvoll zu verhalten, beispielsweise tragen männliche Besucher eine Kopfbedeckung. Blumenschmuck ist unüblich und entspricht nicht dem jüdischen Brauchtum, stattdessen legen Besucher kleine Steine auf das Grab in Anlehnung an die Beisetzungen in der Wüste.

Am Shabbat (Samstag) und an bestimmten jüdischen Feiertagen ist das Betreten des Friedhofes generell nicht gestattet, da diese Tage als Tage der Freude gelten.
Jüdische Friedhöfe sind heute weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Dies rührt einerseits aus ihrer Lage außerhalb und teilweise weit entfernt der Wohnbebauung, aber auch aus der Tatsache, dass in Folge der Shoah (des Holocaust) auf den meisten Friedhöfen nicht mehr bestattet wird.
Andererseits sind die jüdischen Friedhöfe auch Oasen der Ruhe und der Besinnung geworden, jedoch stets auch Orte der Hoffnung. Nicht nur der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, sondern auch der Hoffnung und der Mahnung auf ein menschliches Miteinander.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Landesverband der jüdischen Gemeinden in Hessen unter » www.lvjgh.de.


Weitere Informationen


Jüdischer Friedhof in Schlitz


Der Judenfriedhof ist die Begräbnisstätte der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Schlitz "Auf der Quecker Liefe". Er wurde im Jahre 1899 angelegt, die erste Bestattung fand 1901 statt. Als letzter fand Aron Stern, der im KZ Buchenwald umgebracht worden war, 1938 hier seine letzte Ruhestätte.


Der Schlitzer jüdische Friedhof fällt etwas aus dem Rahmen des hessischen Umlands, das zahlreiche historische jüdische Friedhöfe aufzuweisen hat. Die Schlitzer jüdische Gemeinde ist nämlich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Dem Friedhof wird auch eine gewisse Pflege zuteil, was nicht ganz der jüdischen Tradition entspricht.