Informationen zur Bürgersolaranlage
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Informationen zur Bürgersolaranlage



Vorstellung der allgemeinen Rahmenbedingungen zum EEG


Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, in Kurzform auch EEG genannt, trat zum 01. April 2000 in Kraft.
Damit wurden neue Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Stromerzeugung aus:

Wasserkraftanlagen
Windkraftanlagen
Biogas- und Biomasseanlagen
insbesondere aber aus Solaranlagen

geschaffen.

Das Gesetz soll dazu beitragen, den Anteil der Erneuerbaren Energie an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 % und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen.

Derzeit beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung ca. 11 %, dagegen betrug dieser Anteil in 1995 nur 5 %.

Anteile der Energieträger an der Netto-Stromerzeugung


Vergleich 1995/2005


2005

1995










Das EEG-Gesetz verpflichtet alle Netzbetreiber bundesweit, Strom aus Erneuerbarer Energie vorrangig aufzunehmen und zu vergüten.

Nach der Novellierung des EEG-Gesetzes zum 01.Januar 2004 wurden die Vergütungssätze, insbesondere die Vergütung der Stromerzeugung aus Solaranlagen deutlich angehoben.

Die Dauer der Vergütung wird für 20 Jahre zuzüglich dem Inbetriebnahmejahr garantiert.

Vergütung für Solarstromanlagen nach der EEG-Novellierung
ab 01.01.2004

Die Dauer der Vergütung wird per EEG-Gesetz für 20 Jahre zuzüglich dem Inbetriebnahmejahr garantiert

für Anlagen auf Gebäudeflächen

Jahr derInbetriebnahmebis einschl. 30 kWin ct/kWhab 30 kWin ct/kWh
200457,4055,00
200554,5352,25
200651,8049,64
200749,2147,16
200846,7544,80
200944,4142,56
201042,1940,43
201140,0838,41
201238,0836,49
201336,1834,67


Aus der Tabelle geht hervor, dass die Mindestvergütungen für neu in Betrieb genommene Anlagen jährlich um 5 % gesenkt werden.


Entwicklung der Nachfrage


Auf der Grundlage dieser neuen Rahmenbedingungen wurden allein im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Schlitz von 2004 bis heute ca. 50 Solarstromanlagen mit einer Leistung von ca. 500 kW installiert.

Weitaus mehr Bürger haben sich in der Zwischenzeit zu diesem Themenkomplex von den Stadtwerken beraten lassen.


Städtische Dachflächen für Solarstromanlagen


Die Nutzung von Solarstromanlagen in Form von Bürgerstromanlagen auf städtischen Dachflächen wird daher bereits seit geraumer Zeit von der Stadtverwaltung bzw. von den Stadtwerken geprüft.

Die Grundvoraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaikanlage sind folgende Bedingungen:

optimale südliche Dachrichtung der Dachfläche
effektive Dachneigung der Dachfläche ca. 28 Grad
geringe Beschattung der Anlage
Eignung der Dachstatik
(zusätzliche Mehrbelastung der Solaranlage von ca. 15 - 20 kg/qm)


Allein auf der Südseite des Feuerwehrstützpunktes in Schlitz steht eine Dachfläche von ca. 500 qm für den effektiven Betrieb einer Photovoltaikanlage zur Verfügung.

Leider hat die Prüfung der Dachstatik ergeben, dass die bestehende Dachkonstruktion, die aus Nagelplattenbinder besteht, nicht für die Montage einer Sonnenstromanlage geeignet ist.

Geeignete Dachflächen sind auf den beiden Altenwohnheimen in Schlitz, Auf der Hall 27 und Parkstraße 42 vorhanden.
(Die Prüfung der Dachstatik hat keine Einschränkungen ergeben.)


Auf der Hall 27

Parkstraße 42









Darüber hinaus bietet die Kläranlage Hutzdorf eine geeignete Lösung für den Betrieb einer Solarstromanlage.


Kläranlage Hutzdorf






Im Rahmen der Errichtung der Solaren Klärschlammtrocknungsanlage wurden bereits die technischen Grundlagen zur Installation einer Photovoltaikanlage auf der Dachfläche der neuen Nassschlammlagerhalle geschaffen.

Das heißt, die Dachstatik wurde zur Montage einer Solarstromanlage ausgelegt sowie die Leerrohre der erforderlichen Stromzuführung wurden verlegt.
Somit stehen auf der Bogendachfläche, die nach Süden gerichtet ist,  ca. 125 qm für den wirtschaftlichen Betrieb einer Solarstromanlage zur Verfügung.


Technische Daten und Anlagenkosten


Die technischen Daten und Anlagekosten stehen im xls-Format zur Verfügung.

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Informationen zur Bürgersolaranlage Hofbieber GbR


In der Gemeinde Hofbieber wurden in 2005 auf den Dächern des Feuerwehrgebäudes und des Bauhofes zwei Bürgersolarstromanlagen errichtet.
Die beiden Gemeinschaftsanlagen werden in der Rechtsform einer „Gesellschaft des bürgerlichen Rechts“ (GbR) geführt.
Interessierte Bürger (nicht nur aus Hofbieber) beteiligen sich an der Solaranlage durch den Erwerb von Anteilscheinen zwischen 500,00 € und maximal 10.000,00 € bzw. bei der zweiten Anlage zwischen 1.000,00 € und 15.000,00 €.

Die 43 privaten Gesellschafter haben eine Investitionssumme von brutto 265.000,00 € aufgebracht.

Die Leistung der beiden Anlagen beträgt 52 kWpeak.
Die jährliche Stromerzeugung ist mit ca. 45.000 kWh kalkuliert.

Die jährliche Rendite wird, bezogen auf die beiden Anlagen, zwischen 5 – 7%liegen.
Daraus ergibt sich eine jährliche Kapitalausschüttung von 10 – 12%.
Diese setzt sich zusammen aus:

Rendite 5 – 7%
Kapitalrückfluss 5%
(nach 20 Jahren ist der Kapitalrückfluss = 100%)


Die Geschäftsführer der GbR sind verpflichtet, einmal jährlich eine Steuererklärung für die GbR abzugeben.

Der Gesellschaftsanteil kann auch wieder verkauft werden.
Allerdings sollte bei Kündigung der Gesellschaftsverhältnisse ein Übernehmer der Anteile genannt werden.


Fazit


Falls auch in der Bürgerschaft von Schlitz genügend Interesse für den Bau einer Bürgersolaranlage vorhanden ist, wäre das Beispiel Hofbieber annähernd umsetzbar.